Inhaltsverzeichnis

  1. Das Haus in mir
  2. Weil das Leben gut ist
  3. Im Jetzt sein
  4. Vergangenes loslassen
  5. Positive Glaubenssätze
  6. Dankbarkeit verstehen
  7. Du bist, was du glaubst
  8. In Verbindung sein: Freundschaften eingehen und pflegen
  9. Am Ende der Angst liegt das Glück
  10. Die eigene Schöpferkraft erkennen
  11. Wünsche werden wahr

Wie ich gelernt habe dem Leben wieder zu vertrauen und warum es auch die beste Entscheidung deines Lebens sein kann

Ich kann mich noch sehr gut an die Zeiten erinnern als ich in meinem Alltag fast immer nur mit dem Schlimmsten gerechnet habe. Das Leben erschien mir manchmal wie ein unberechenbares Monster, dem ich völlig ausgeliefert war. Es lauerte überall auf mich und ich wusste nie, was es wieder mit mir anstellen würde. Das Leben und ich – wir waren wirklich keine Freunde. Wir standen auf Kriegsfuß. Ich war dabei immer die Comicfigur, die in jede Pfütze getreten und wohl über jede Bananenschale ausgerutscht ist. So hatte ich es gesehen. Bis mir bewusst geworden ist, dass ich selbst irgendwann die Freundschaft zum Leben aufgelöst hatte. Es war nicht immer so zwischen uns. Wir waren mal richtige Freunde gewesen, sogar sehr gute. Ich hatte dem Leben mal vertraut und wir hatten unglaublich viel Spaß und Freude zusammen. Aber dann ist irgendetwas passiert. Es ist sogar recht viel passiert. Ich kam als Kind in ein fremdes Land und fühlte mich über Jahre mal mehr oder weniger fremd, völlig falsch, am falschen Ort, im falschen Leben. Mein inneres Mantra vor dem Schlafengehen war: „Ich möchte nach Hause.“ Aber wo war mein Zuhause? Wohin hat es mich immer gezogen? Wonach hatte ich so eine große Sehnsucht? Ich wollte dieser Frage auf den Grund gehen und habe gesucht und gesucht. Gesucht in Begegnungen, Freundschaften, im Beruf und in der Liebe. Gesucht in anderen Städten und fremden Ländern. Für einen kurzen Moment dachte ich immer wieder ich habe die Antwort gefunden, bis sie wie Sand zwischen meinen Fingern zerronnen ist und sich alle Bemühungen eine Antwort zu finden wieder in Luft aufgelöst haben. So konnte es nicht weiter gehen. Das wusste ich aber ich wusste nicht wie ich aus meinem eigenen emotionalen Konstrukt ausbrechen sollte. Dem Konstrukt, das auch meine Gedanken beeinflusste. Bis ich etwas Interessantes festgestellt habe: Nichts und niemand hinderte mich jemals daran, das Leben zu führen, das ich mir gewünscht habe. Ich hatte es mir durch falsche Glaubenssätze selbst verweigert. Hatte durch negative Glaubenssätze meine eigene Schaffenskraft blockiert. Und dann ist mir etwas bewusst geworden, das ich erst vor kurzer Zeit wirklich formulieren konnte: Wenn außen nichts mehr stimmt, dann geh‘ nach innen!

1. Das Haus in mir

Schon in meinen frühen Jahren habe ich mir eine Art inneren Schrein errichtet. Einen Rückzugsort in meiner Seele voll mit meinen Lieblingsromanen, erfüllt von Musik und von Träumen. Nach und nach wurde der Schrein zu einem Haus, das Haus zu einem Zuhause und das Zuhause zu einem Tempel, in dem ich immer wieder Kraft schöpfen kann, unabhängig davon was im Außen passiert. Wie wichtig es ist mit sich selbst sein zu können und den Blick hin und wieder nach innen zu richten, bevor du versuchst im Außen etwas zu ändern, habe ich auch schon in meinem Artikel „Wie du die Stimme des Herzens wieder hören kannst“ erwähnt. In dir sind alle Antworten. Du musst dich nur trauen, deine eigene Seele kennen zu lernen. Das geschieht nicht von heute auf morgen aber sobald du dich dazu entscheidest, wirst du viel über dich selbst erfahren. Und glaub mir: Je besser du dich selbst kennst, desto aktiver kannst du dein Leben gestalten und fühlst dich nicht mehr den Umständen oder einem Schicksal ausgeliefert. Pflege dein inneres Zuhause und entdecke einen Tempel!

2. Weil das Leben gut ist

Lass dir das mal auf der Zunge zergehen: Das Leben ist gut! Das Leben möchte das Beste für dich. Das Leben hat dich soweit getragen, dass du nun diesen Text lesen oder hören kannst, atmest und voller Erfahrungen bist. Jede deiner Zellen ist pures Leben und sorgt für dich. Das Leben ist gut, auch wenn es nicht immer leicht ist. In Erinnerungen an schwere Zeiten muss ich immer an das Zitat aus Margaret Fishbacks Buch „Spuren im Sand denken“: „Besorgt fragte ich den Herrn: „Herr, als ich anfing, dir nachzufolgen, da hast du mir versprochen, auf allen Wegen bei mir zu sein. Aber jetzt entdecke ich, daß in den schwersten Zeiten meines Lebens nur eine Spur im Sand zu sehen ist. Warum hast du mich allein gelassen, als ich dich am meisten brauchte?“
Da antwortete er: „Mein liebes Kind, ich liebe dich und werde dich nie allein lassen, erst recht nicht in Nöten und Schwierigkeiten. Dort, wo du nur eine Spur gesehen hast, da habe ich dich getragen.“ Für mich ist Gott das Leben und das Leben Gott. Daher ist Gott überall und in jedem von uns.

3. Im Jetzt sein

Es bringt nichts sich in Gedanken in Zeiten aufzuhalten, die längst vorbei sind oder noch gar nicht existieren. Das kann ich aus Erfahrung bestätigen. Ich habe mir früher permanent Sorgen um die Zukunft gemacht und auf diese Weise meine Möglichkeiten in der Gegenwart nicht richtig wahrgenommen. Natürlich darf man sich die Zukunft ausmalen und träumen. Das ist ein schöner Prozess und setzt auch großartige Energien frei, vorausgesetzt, man ist sich über das Hier und Jetzt bewusst und schöpft die Möglichkeiten der Gegenwart aus. Wir haben nur das Hier und Jetzt, in dem wir aktiv etwas ändern können. Aus der Vergangenheit lernen wir und in der Gegenwart erschaffen wir die Zukunft.

4. Vergangenes loslassen

Es gibt kaum etwas, das so befreiend ist, wie Vergangenes endlich ziehen zu lassen. Vom ganzen Herzen loszulassen, Frieden zu schließen und zu verzeihen. Gleichzeitig gehört das Loslassen zu den wohl schwierigsten Lebensaufgaben. Loslassen bedeutet nicht vergessen, sondern in Dankbarkeit für eine neue Chance mit Vergangenem abzuschließen und destruktive Glaubenssätze aufzulösen. Über die befreiende Wirkung des Verzeihens kannst du in meinem Blogartikel „Warum Verzeihen dein Leben verändern kann“ nachlesen.

5. Positive Glaubenssätze

Jeder von uns sieht die Welt durch die eigene individuelle Wahrnehmung. Ich habe gelernt negative Glaubenssätze durch positive Glaubenssätze zu ersetzen und Schritt für Schritt hat sich die Welt für mich verändert. Positive Glaubenssätze haben nichts mit Naivität zu tun, sondern mit dem Vertrauen in das Leben. Vertraust du dem Leben, so vertraust du auch dir selbst. Ein gesundes Selbstvertrauen ermöglicht es also auch dem Leben zu vertrauen.

6. Dankbarkeit verstehen

Das Prinzip von Dankbarkeit hatte ich damals schon verstanden aber ich konnte einfach lange Zeit keine wirkliche Dankbarkeit empfinden. Zu groß war der Schmerz in meiner Seele, der alles andere überschattete. Das war natürlich eine Illusion. Denn wie bei fast allem ist auch bei Dankbarkeit der Fokus auf Fülle ausschlaggebend. Jahrelang projizierte ich meine Gedanken auf den Mangel, also auf Dinge, die ich früher nicht hatte, anstatt all die Fülle in meinem Leben wahrzunehmen. Das klar und deutlich zu erkennen hat einige Jahre gedauert aber es war tatsächlich wie Fensterputzen: Jahrelang habe ich gedacht, die Welt sei grau, bis ich festgestellt habe, dass ich lediglich hinter einem intakten Fenster stand, das nur geputzt werden musste. Die Farben waren alle schon immer da. Und plötzlich konnte ich sie wahrnehmen. Jedes Mal, wenn ich dankbar bin, wische ich den Staub weg, der meine Sicht vernebelt. Daher bin ich jeden Tag dankbar. Vor allem für die vermeintlich unsichtbaren und selbstverständlichen Dinge, die gar nicht so selbstverständlich sind wie beispielsweise meine Sehkraft, meine Füße, meine Haut. Die Liste ist unendlich lang.

7. Du bist, was du glaubst

Klingt abgedroschen, aber ich habe mich seit einigen Jahren mit dieser Aussage auseinandergesetzt und kann bestätigen, dass der Großteil aller Grenzen von uns selbst in Form von limitierenden Glaubenssätzen gezogen wird. Wenn du etwas wirklich glaubst, glaubt jede Zelle deines Körpers daran und mit der Zeit richtest du ein ganzes Leben nach diesem Glauben. Wenn du glaubst, dass du an nichts glaubst, glaubst du also auch ? In einer mehrjährigen Entwicklung habe ich nach und nach zu meinem Glauben gefunden und kann voller Freude verkünden: Ich glaube an das Leben. Das war lange Zeit nicht so. Als ich mich entschieden habe an das Leben zu glauben, veränderte sich alles. Ich habe dem Leben endlich wieder eine Chance gegeben, gut zu mir zu sein und gemerkt, dass ich diese Chance jahrelang mir selbst in Form von Zweifeln und Angst verweigert habe. Nicht das Leben war schlecht zu mir, ich war ungerecht dem Leben gegenüber und habe all die Fülle nicht zugelassen.

8. In Verbindung sein: Freundschaften eingehen und pflegen

In ehrlichen und bereichernden Freundschaften schöpfen wir gegenseitig Kraft, Mut und Inspiration. Du wirst merken, sobald du dir selbst und somit dem Leben vertraust, werden bereits bestehende Freundschaften zunehmend an Tiefe gewinnen und finden auf einer ganz anderen Kommunikationsebene statt. Aber Freundschaften können schon heilende Wirkungen haben, wenn du noch nicht ganz im Vertrauen bist. Die wohl wichtigste Freundschaft, die du aber pflegen kannst, ist in erster Linie zu dir selbst. Wenn du dich selbst kennst, gehst du sicherer, empathischer und ausgeglichener auf andere Menschen zu. Auf diese Weise können intensive Verbindungen entstehen, die du vorher nicht für möglich gehalten hast. Du musst dir vorstellen, dass du wie ein Sender bist, du sendest bewusst und unbewusst mit deinen Gefühlen, Gedanken und Worten, Botschaften in die Welt hinaus, die wiederum dementsprechende Zuhörer anziehen. Wenn du das Gefühl hast, nicht die Menschen in dein Leben zu ziehen, die dir wirklich gut tun, dann gilt auch in diesem Fall, den Blick auf die eigenen Gefühle, Gedanken und Wünsche zu richten. Wir ziehen die Menschen in unser Leben, die wir brauchen, doch wen wir brauchen definieren wir selbst oft auf unbewusste Weise. Je bewusster du mit dir selbst umgehst, desto wertvollere Freundschaften können entstehen.

9. Am Ende der Angst liegt das Glück

Immer wenn du ein Kribbeln und Aufregung verspürst, geh‘ diesem Gefühl nach! Sobald wir uns aus der Komfortzone bewegen, bedeutet es für uns in erster Linie: Gefahr. Daher hat unser Körper einen Schutzmechanismus in Form von gespeicherten Erinnerungen. Intuitiv weiß der Körper, dass es wohl höchst unwahrscheinlich ist, dass dir auf der Couch etwas passiert, daher ist es so leicht in der Komfortzone zu bleiben und so schwer sie zu verlassen. Doch die Komfortzone kann den Untergang für den Geist bedeuten. Zwar scheint das Überleben dann erst mal gesichert zu sein doch die Seele ist in der Komfortzone auf Dauer nicht glücklich. Aus diesem Grund ist es so wichtig, hin und wieder die eigene Komfortzone zu verlassen, etwas Spannendes zu erleben und wieder zu entspannen. Es ist wie beim Yoga: Eine Symbiose aus Spannung und Entspannung, die zur Balance und Ausgeglichenheit führt. Visualisiere immer wieder den Moment, wenn du etwas gemacht hast, das dir ursprünglich Angst gemacht hat, du aber auch den Drang verspürt hast, diese Angst zu überwinden und es einfach zu tun. Meistens fühlst du danach pure Freude und Erleichterung. Du hast etwas Neues erfahren und fühlst dich stärker als je zuvor.

10. Die eigene Schöpferkraft erkennen

In jede deiner Handlungen hauchst du unbewusst Leben ein. Das ist deine Schöpferkraft. Wenn du sie bewusst, leidenschaftlich und in Liebe nutzt, kannst du Wunderbares erschaffen. Und je mehr du dich dem Leben öffnest und vertraust, umso besser kann deine Schöpferkraft sich entfalten. Sie wird zum Kreislauf der Freude. Jedes Mal, wenn du etwas erschaffst, das dich deiner Vision näherbringt, wirst du Freude und Glück spüren. Das wird dich wiederum motivieren noch mehr zu erschaffen und deine Freude in die Welt zu bringen und sie mit anderen Menschen zu teilen.

11. Wünsche werden wahr!

Versuche dich an deine Wünsche vor 10 oder 15 Jahren zu erinnern. Und nun schau dich um. Ich könnte wetten, dass sie zu über 80% in Erfüllung gegangen sind. Nur vielleicht nicht in der exakten Form, wie du sie dir vorgestellt hast. Dennoch tendieren wir dazu, uns auf die fehlenden 20% zu konzentrieren. Häufig fühlen wir uns daher im Mangel und sind unfähig all die wunderbaren Ereignisse, wie unsere Wünsche nach und nach in Erfüllung gegangen sind, wahrzunehmen. Schau dir mal all deine Wünsche an, die wahr geworden sind. Seid ihr nicht ein wunderbares Team, du und das Leben? Ich glaube schon ?