Ein Ort, der schon lange auf meiner Bucket List steht, ist Hawaii und ich hoffe sehr, dass ich schon bald hinreisen kann. Surfen gehen, Traumstrände erkunden und an exotischen Blumen riechen: Für mich ist Hawaii nicht nur wegen der atemberaubenden Strände und der wunderschönen Landschaft ein absolutes Sehnsuchtsziel, sondern auch weil die 7 spirituellen Prinzipien der Huna Lehre ihren Ursprung auf den hawaiianischen Inseln haben. In diesem Artikel erzähle ich dir, was es mit diesen 7 spirituellen Prinzipien auf sich hat und warum sie zu einem festen Bestandteil meiner spirituellen Praxis geworden sind.

Huna - Die 7 spirituellen Prinzipien

Was ist Huna?

Die Ursprünge von Huna reichen auf eine etwa 5000 Jahre alte schamanische Lehre zurück, die hauptsächlich in Hawaii aber auch anderen polynesischen Staaten entstanden ist und verbreitet wurde. Frei übersetzt bedeutet Huna „geheimes Wissen“, das sich mit der Göttlichkeit des Menschen auseinandersetzt. Über dieses geheime Wissen verfügten damals die sogenannten Kahunas. Als Kahunas wurden polynesische Priester und Eingeweihte bezeichnet, denen besondere hellsichtige Fähigkeiten und Kräfte nachgesagt wurden. Den Begriff Huna hat allerdings erst der amerikanische Sprachforscher Max Freedom Long eingeführt und daraus eine neue Lehre interpretiert. Denn das ursprüngliche Wissen ist für Nicht-Eingeweihte bis heute geheim.

Huna - Die 7 spirituellen Prinzipien

Huna – Die 7 spirituellen hawaiischen Prinzipien: Von vielen Hawaiianern wird Huna deswegen nicht als authentisches hawaiianisches Gedankengut angesehen. Dennoch fand die Huna Lehre nach Max Freedom Long sehr viel Anklang. Die Lehre vereint philosophisches, spirituelles, esoterisches und psychologisches Wissen. Im Zentrum von diesem einzigartigen Weisheitssystem steht das feinstoffliche Bewusstseinssystem des Menschen. Es heißt, mithilfe dieser Verbindung ist es Menschen möglich ihr inneres Licht wahrzunehmen.

Kino Mana – Hawaiianische Körperarbeit

Aus Huna ist auch die besondere Massagetechnik und Körperarbeit “Kino Mana” entstanden. Kino Mana bedeutet ursprünglich »Bewegung der Lebensenergie«. Nach hawaiianischer Tradition heißt es, je tiefer die Entspannung geht, desto leichter können heilsame Veränderungen eintreten. Spannungen hingegen werden als Ursache für Krankheiten angesehen.

Huna – Die 7 spirituellen Prinzipien

Die sieben Huna Prinzipien wurden erst Anfang des 20 Jahrhunderts von Max Freedom Long entwickelt und von der hawaiischen Sprache abgeleitet. Sie stammen, wie bereits erwähnt, nicht direkt von der Kahuna Lehre ab. Dennoch haben diese spirituellen Prinzipien viele Menschen beeinflusst und inspiriert. So auch mich! Die Prinzipien schreiben die Welt nicht neu, aber ich besinne mich immer wieder gerne in meinem eigenen Alltag darauf. Und vielleicht erkennst du sogar Gemeinsamkeiten mit deinen persönlichen, bereits gelebten spirituellen Prinzipien.

Huna - Die 7 spirituellen Prinzipien

1. Makia: Deine Energie folgt der Aufmerksamkeit

Beim Fahrradfahren lernen wir geradeaus zu schauen. Denn was passiert, wenn wir unseren Blick nach unten richten? Genau, wir kommen leichter vom Weg ab. Genauso ist es beim Surfen. Wer auf dem Surfbrett auf die eigenen Füße runterschaut, anstatt den Blick dahin zu richten, wohin er surfen möchte, wird schnell das Gleichgewicht verlieren.

Je fokussierter wir die Aufmerksamkeit auf etwas richten, desto mehr Energie fließt genau dorthin. Du übernimmst das Steuer in deinem eigenen Leben. Und du solltest immer dahin schauen, wo du hinmöchtest! Wir können unsere Ziele und Träume nur erreichen, wenn wir sie immer fest im Blick haben. Wenn du etwas realisieren möchtest in deinem Leben, dann schicke deine Aufmerksamkeit genau dahin! Dieser Prozess verlangt jedoch innere Disziplin. Um deine Ziele nicht aus den Augen zu verlieren, ist es wichtig sich auf sie zu konzentrieren. Dafür kannst du täglich meditieren oder auch eigene Affirmationen kreieren, die dich dabei unterstützen, deine Aufmerksamkeit dahin zu lenken, wo du sie haben möchtest.

2. Mana: Macht kommt von innen

Die Kraft aus dir selbst

Mana beschreibt Lebensenergie, Schöpferkraft, und die Macht, die aus jedem Individuum kommt. Es erinnert dich daran, deine Macht zu nutzen und einzusetzen. Du darfst dir deine eigene Macht nicht absprechen, es ist wichtig sie liebevoll anzuerkennen, sich nicht vor ihr zu fürchten und sie selbstbewusst in deinen Alltag zu integrieren. Denn auf diese Weise hörst du auf, deine eigene Power zu leugnen, die sich einflussreich durch dein Leben ziehen kann. Fange wieder an deine Mana zu leben! Erlaube dir zur Königin oder zum König deines eigenen Lebens zu werden! Du kannst dich selbst fragen, inwiefern du deine Mana bereits lebst oder ob du sie noch leugnest. Vielleicht versuchst du deine Mana sogar anderen Menschen zu überlassen.

In welchen Lebensbereichen traust du dir deine eigene Macht noch nicht zu? Und warum? Sobald du deine Mana lebst, kannst du deine Ziele und Träume erreichen, ohne dich den äußeren Umständen zu unterwerfen oder diese als Ausrede zu verwenden. Mit Mana übernimmst DU die Verantwortung für die Gestaltung deines eigenen Lebens. Nur du definierst, welche Kraft außerhalb über dich bestimmen kann und wie viel Raum du anderen Kräften geben möchtest.

3. Manawa: Jetzt ist der Augenblick der Kraft

Manawa fordert uns auf, vollkommen im gegenwärtigen Moment zu leben. Häufig leiden wir, weil wir in Gedanken entweder zu sehr an der Vergangenheit hängen oder uns Sorgen um die Zukunft machen. Wer gedanklich zu sehr an der Vergangenheit hängt oder zu verbissen auf die Zukunft fokussiert ist, verpasst die Gegenwart. Dabei ist JETZT dein größtes Geschenk. Was zählt ist der Moment jetzt, es ist die Gegenwart. Nur jetzt kannst du etwas manifestieren, verändern, deine Liebe ausdrücken und deinen Traum leben. Das Leben ist nicht in Stein gemeißelt. Du kannst es jetzt neu definieren, du kannst DICH jetzt neu definieren und dein Leben neu gestalten. Es ist immer JETZT, nicht morgen, nicht nächste Woche und nicht in einem Jahr. Lebe JETZT!

4. Aloha: Sei Liebe!

Aloha ist nicht nur eine Begrüßung auf Hawaii, sondern auch eine Lebensphilosophie. Es bedeutet die Liebe in jeden Moment zu bringen und das Leben aus Liebe zu erschaffen, Liebe zu vermehren und eine Quelle der Liebe zu sein in dieser Welt. Du kannst dich selbst fragen: Wo möchtest du mehr Liebe sehen? Wo kannst du selbst mehr Liebe sein? Sei selbst die Veränderung, die du dir so sehr wünschst! Liebe kann Konflikte und Widerstände auflösen und zur Antwort auf so viele Fragen werden.

5. Pono: Die Wahrheit leben, auch in unbequemen Situationen

Pono bedeutet Güte und Aufrichtigkeit. Es erinnert uns daran das zu tun, was richtig ist, auch wenn es einem nicht leichtfällt. Das könnten Momente sein, in denen man eigentlich unter Zeitdruck ist. Wie beispielsweise, wenn man eine verletze Katze am Straßenrand findet und dem Tier zur Hilfe eilt, auch wenn es in dem Moment unbequem ist, da man vielleicht gerade einen wichtigen Termin verpasst. Pono bedeutet in diesem Moment trotzdem nicht teilnahmslos an einem verletzen Geschöpf vorbeizulaufen, sondern Hilfe zu leisten. Es bedeutet gütig zu sein, auch in unbequemen Momenten.

6. Ike: Bewusstheit über dein Bewusstsein

Die Welt ist so, wie du bist

Fast alles was wir sehen und wahrnehmen basiert auf eigenen, individuellen Erfahrungen. Unsere Wahrnehmung ist demnach ein persönlicher, individueller Filter. Jeder sieht die Welt anhand seiner persönlichen Erfahrungen und Eindrücke. Dieses Bewusstsein, das jeder Mensch besitzt, konstruiert letztendlich die Realität. Deswegen kann eine Situation von unterschiedlichen Menschen, ganz unterschiedlich wahrgenommen werden. Die Welt ist demnach nicht wie sie ist, sondern so wie du bist. Denn die Energie folgt immer der Aufmerksamkeit. Ike erinnert uns daran, welchen Filter wir kreiert und gewählt haben und ob wir nicht bereit sind, ihn zu verändern und die eigenen „Brillengläser“ der Wahrnehmung zu putzen.  

 7. Kala: Grenzenlosigkeit & Freiheit

Es gibt keine Grenzen! Wir sind alle miteinander verbunden:  Mit allen Menschen, mit allen Tieren, mit allen Lebewesen, mit der Natur, mit dem gesamten Universum, sind wir auf Quantenebene miteinander verbunden. Kala erinnert uns daran, uns nicht getrennt voneinander zu betrachten. Wir sind alle aus derselben Energie entstanden aber existieren in unterschiedlichen Frequenzen und Schwingungen. Kala bedeutet, dass jedes Lebewesen die Freiheit hat, über sich selbst hinauszuwachsen. Denn die einzigen Grenzen, die existieren, sind lediglich die, die wir uns selbst setzen.

Du darfst ehrlich zu dir sein. Wenn es keine Grenzen gibt, was würdest du gerne tun? Wie wärst du? Wo siehst du dich, wenn ich dir jetzt diese Fragen stelle? Welche Stimmen in deinen Gedanken tauchen auf? Und was sagen sie dir? Wahrscheinlich nennen sie dir unzählige Gründe, warum du nicht einfach für deine Träume losziehen kannst. Sind es echte Gründe oder Ausreden? Kala fordert uns auf ehrlich zu sich selbst zu sein und sich nicht von Angst leiten zu lassen.

Hast du schon mal von Huna und den 7 spirituellen Prinzipien gehört? Welches Prinzip spricht dich persönlich besonders an und warum? Oder sind dir Gemeinsamkeiten zu anderen spirituellen Prinzipien aufgefallen? Schreib es mir gerne in die Kommentare. Ich freue mich darauf!