Geheimtipps in Alicante: Die Costa Blanca jenseits der Strände entdecken

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Wer an die Costa Blanca denkt, verbindet die Region höchstwahrscheinlich mit goldenen Stränden und Pauschaltouristen-Flair. Doch hinter der Küste verbirgt sich eine noch andere Seite: stille Berge, dichte Pinienwälder und verschlungene Wanderwege laden zu entschleunigten Entdeckungen ein. Abseits der bekannten Strände entfaltet die Provinz Alicante ihre ursprüngliche Vielfalt – mal rau, mal sanft, mal pulsierend, dann wieder ganz leise, doch immer voller Charakter und Seele.

Geheimtipps in Alicante: Die Costa Blanca jenseits der Strände entdecken
Geheimtipps in Alicante: Die Costa Blanca abseits der Strände entdecken

Verborgene Natur im Sierra de Mariola

Einer der stillen Schätze der Region ist der Naturpark Sierra de Mariola. Über 1.400 Pflanzenarten formen hier ein lebendiges Mosaik, durchzogen von klaren Bächen und dem Fluss Vinalopó. Wer hier unterwegs ist, spürt, wie der Rhythmus der Natur den eigenen Atem verlangsamt und kleine Momente der Ruhe entstehen. Wanderungen durch Pinienwälder, über Hügel und entlang versteckter Pfade lassen die Landschaft auf sich wirken und laden dazu ein, die Sinne neu auszurichten.

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Ruhe und Achtsamkeit im Masqi The Energy House

Mitten in dieser grünen Umgebung liegt das Masqi The Energy House, ein Ort für Selbstfürsorge, gesunde Ernährung und entschleunigtes Leben. Sonia Ferre gründete das außergewöhnliche Hotel nach einer persönlichen Krise und verwandelte es in einen Raum, in dem Natur, Achtsamkeit und Ruhe aufeinander treffen.

Masqi The Energy House
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Ganzheitliches Wohlbefinden in der Natur

Im Masqi Hotel stehen ganzheitliche Praktiken im Vordergrund: Ayurvedische Kinesiologie, achtsame Rituale, darmfreundliche Ernährung, Yoga und Breathwork werden hier zu einer sehr persönlichen Erfahrung. Lichtdurchflutete Räume, ruhige Ecken und ein mediterraner Garten schaffen den Rahmen, um Energie zu tanken, Gelassenheit zu finden und bewusst im Moment zu sein.

Masqi The Energy House
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Masqi The Energy House

Señoríos del Relleu: Ein Meer aus Olivenbäumen

Hinter den Hügeln von Relleu erstrecken sich weite Olivenhaine, die im Sonnenlicht silbrig schimmern. Hier liegt das Anwesen von Señoríos del Relleu, eine familiengeführte Olivenölproduktion, eingebettet in eine Landschaft aus Granatapfel- und Johannisbrotbäumen und natürlich zahlreichen Olivenbäumen.

Señoríos del Relleu: Olivenöl
Geheimtipps in Alicante: Die Costa Blanca abseits der Strände entdecken

Olivenöl Tasting in Alicante

Bei einem Tasting lernen wir die verschiedenen Sorten kennen: von mild-fruchtig bis würzig-pfeffrig. Jede Sorte erzählt von Boden, Klima und Erntezeitpunkt. Und von der Arbeit, die die Familie seit Generationen in ihre Bäume steckt. Es ist faszinierend zu schmecken, wie unterschiedlich Olivenöl sein kann, obwohl es immer vom gleichen Baum kommt.

Kleine Veränderungen für den Alltag

Mir fällt auch auf, wie wohltuend sich das Tasting auf meine Verdauung auswirkt. Seitdem integriere ich jeden Tag Olivenöl in meinen Speiseplan. Sei es über frisches Gemüse, Salate oder einfach pur auf einen Esslöffel. Neben dem Geschmack gibt es viele gesundheitliche Vorteile. Olivenöl ist reich an gesunden Fettsäuren und Antioxidantien und gehört für mich nun zu einem bewussten, mediterranen Lebensgefühl dazu. Das einzigartige, künstlerische Flaschendesign von Señoríos del Relleu ist ein weiteres i-Tüpfelchen, was dieses Olivenöl besonders macht.

Adrenalinkick am Vormittag: Pasarela de Relleu

Ein Vormittagsausflug führt zur Pasarela de Relleu, einer Holzstegbrücke, die sich an die steilen Felswände einer Schlucht des Flusses Amadorio schmiegt. Auf rund 850 Metern Länge und etwa 60 Meter Höhe eröffnet die Route spektakuläre Perspektiven auf die umliegende Landschaft. Zwei Stunden reichen aus, um die hölzernen Planken, die terrassierten Hänge und die alten Hirtenpfade zu erleben.
Von Kiefernwäldern über Steinbrüche bis zu stillen Wasserläufen – die spannende Landschaft zeigt sich hier in all ihren Facetten.

 Pasarela de Relleu

Elche: Geschichten aus 1001 Palmen

Rund zwanzig Kilometer südwestlich der Küste bei Alicante erstreckt sich ein Meer aus Palmen: der Palmeral von Elche, Europas größter zusammenhängender Hain aus Dattelpalmen. Mehr als 200 000 Exemplare ziehen sich in rechteckigen Parzellen über die Ebenen östlich der Altstadt, durchzogen von einem Netz alter Bewässerungskanäle, das seit über einem Jahrtausend fast unverändert funktioniert. Diese Oase ist allerdings kein Zufall der Natur, sondern ein kulturelles Artefakt. Sie wurde im Zuge der Gründung der islamischen Stadt Elche angelegt und verbindet bis heute Landschaft, Technik und Stadtleben auf einzigartige Weise. Die Kanäle und Verteiler lenken Wasser aus dem Vinalopó‑Fluss so, dass die Palmen und andere Nutzpflanzen zuverlässig versorgt werden. Die Parzellen, „huertos“ genannt, zeigen auf jedem Schritt, wie eng Stadt und Landwirtschaft hier immer noch miteinander verwoben sind.

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Geheimtipps in Alicante: Die Costa Blanca abseits der Strände entdecken

Dama de Elche

Heute ist der Palmeral längst nicht mehr nur ein Zeugnis mittelalterlicher Agrartechnik, sondern zugleich ein lebendiger Erholungsraum und ein grüner Gegenpol zur urbanen Struktur der Stadt. Gärten wie der Huerto del Cura oder der Parque Municipal ermöglichen paradiesische Spaziergänge mitten in der Stadt. Hüterin und Patronin der Stadt ist die Dama de Elche. Die Kalksteinbüste einer iberischen Frau aus dem 4. Jahrhundert vor Christus gilt als eines der bedeutendsten Beispiele vor­römischer Kunst in Spanien. Ihr kunstvoller Kopfschmuck, die filigranen Ornamente und ihr ruhiger, fast entrückter Blick verleihen ihr die Aura einer geheimnisvollen Göttin aus längst vergangenen Zeiten. In ihr spiegelt sich die kulturelle Vielfalt der Region wider, die von iberischen Gemeinschaften über römische und islamische Einflüsse bis ins christliche Mittelalter reicht. Auf eindrucksvolle Weise zeigt sie, wie tief die Geschichte in Elche verwurzelt ist.

Die beste Paella der Welt: Wie schmeckt Elche?

Die Hitze ist unmittelbar spürbar, als Noelia Pascual uns durch ihre offene Feuerküche führt. Flammen züngeln unter schweren Pfannen, Holz knackt, der Duft von geröstetem Reis liegt in der Luft. Mein Blick bleibt an ihrer makellosen Haut hängen – und für einen kurzen Moment frage ich mich, ob dieses tägliche Arbeiten am Feuer nicht vielleicht sogar das Geheimnis ihres natürlichen Glows ist. Das Restaurante Cachito ist seit über 90 Jahren ein Familienbetrieb und wird über Generationen hinweg von Frauen geführt.

Die Rezepte stammen von Noelias Mutter und ihren Großmüttern – ein kulinarisches Matriarchat, das hier über Generationen hinweg weitergegeben und gepflegt wird. 2021 wurde Noelia für ihre Paella mit dem Titel der besten der Welt ausgezeichnet. Das Gericht, ein klassisches Reisgericht aus Alicante, ist auf das Wesentliche reduziert, sorgfältig zubereitet und eng mit den Produkten der Region verbunden. Gemeinsam mit ihrer Schwester Lidia führt sie das Familienlokal und bringt dabei Tradition, Authentizität und Präzision auf besondere Weise zusammen.

Der mit den Vögeln flüstert: Naturpark El Fondo

Zum Abschluss führt die Reise zum Naturpark El Fondo, einem Feuchtgebiet zwischen Elche und Crevillent. Die Lagunen aus Süß- und Brackwasser bieten Lebensraum für über 170 Vogelarten. Unser Guide von Avanzatour hat auf jeden Fall “Adleraugen” und ein geschärftes Gehör für jedes noch so leise Flattern im Wasser und im Himmel. Wir könnten schwören, er versteht, was die Vögel sagen. Auf jeden Fall ist seine Begeisterung für die Vogelwelt ansteckend. Jedes noch so unscheinbar wirkende Vöglein kann er identifizieren. Doch die Flamingos stehlen selbst den seltenen Exemplaren die Show. Ihr kräftiges Rosa wirkt wie ein Farbklecks auf spiegelndem Wasser. Die Wege lassen genug Abstand, damit die Tiere ungestört bleiben, aber nah genug, um jeden Flügelschlag zu wahrzunehmen.

Geheimtipps in Alicante: Die Costa Blanca jenseits der Strände entdecken

Die besondere Wunderfrucht: Granatäpfel von Elche

Rund um Elche spielen Granatäpfel eine große Rolle. Die Region ist bekannt für die Granada Mollar de Elche, eine DOP-anerkannte Sorte mit saftigen, weichen Kernen und meist zartrosa bis roter Schale. Die Bäume tragen ab dem vierten Jahr Früchte, auf einem Hektar stehen 700 bis 800 Bäume.
Die Blüten sind ungewöhnlich: Auf rund 5 000 männliche kommen 2 000 weibliche Blüten, letztere entwickeln später die Früchte. Für die Ernte im Oktober braucht man etwa 15 Personen pro Hektar, die in Teams von drei bis vier Leuten die Früchte sorgfältig abschneiden. Weltweit gibt es über 500 Sorten, doch in Elche gelten die „weißen“ Kerne als besonders hochwertig.

Überraschende Costa Blanca

Hättet ihr gedacht, wie facettenreich die Costa Blanca wirklich ist? Abseits der bekannten Strände offenbart sie stille Berge, duftende Pinienwälder und verwunschene Wanderwege, die sich mit Olivenhainen, traditionellen Familienlokalen und historischen Kulturlandschaften abwechseln. Spaziergänge durch Palmenhaine, das Probieren frisch hergestellter Produkte oder das Beobachten von Flamingos im Naturpark hinterlassen Eindrücke, die lange nachklingen.

Dieser Artikel ist mit Unterstützung von Spanien erleben entstanden. Vielen Dank dafür!

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