Petit Chapeau

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Darf ich bitten? Auf einen Walzer in Wien!

30. Juni 2018

BOUTIQUE HOTEL DONAUWALZER

Tipps und Impressionen für Individualreisende

Es gibt diese Orte, die zwar mit der Zeit gehen aber sich dennoch die Schönheit der Vergangenheit bewahren können. Orte mit viel Geschichte und noch mehr Emotionen. Ein solcher Ort ist Wien. In dieser Stadt lohnt es sich nach Schätzen aus der Vergangenheit zu suchen, um den echten, weltberühmten Wiener Charme kennenzulernen. Und manchmal befinden sich solche Schmuckstücke mitten im Geschehen einer Stadt. Mal versteckt, mal an einer Kreuzung. So wie das Boutique Hotel Donauwalzer. Als privat geführtes Stadthotel, das bereits seit 1901 seine Pforten geöffnet hat und internationale Gäste empfängt, sticht es durch zeitlose, liebevolle Details aus einer anderen Ära heraus und lädt den Gast zu einer kleinen Zeitreise in die Wiener Vergangenheit ein, ohne dabei auf modernen Komfort zu verzichten.

Nach meiner Anreise morgens an einem Wochenende konnte ich mich erst einmal am reichhaltigen und superleckeren Buffet stärken. Neben klassischer Live Musik zum köstlichen Wochenendfrühstück, bietet das Boutique Hotel auch einen kostenlosen Walzerschnupperkurs für seine Gäste an. Das Frühstück im Hotel übertrifft wirklich alle Erwartungen! Es werden viele regionale Spezialitäten und typisch wienerische Köstlichkeiten angeboten. Vor allem finden die Gäste auch viele gesunde Speisen und Getränke wie beispielsweise leckere Smoothies, frisches Obst oder erfrischendes Kurkuma Wasser. Es ist toll, dass auch Vegetarier auf ihre Kosten kommen und eine große Auswahl an Frühstücksvariationen finden. Danach machte ich es mir im schönen Patio, dem Außenhof des Hotels, gemütlich und entdeckte auch gleich Eos, den wuscheligen VID (Very Important Dog) des Hotels. Wer braucht schon VIP’s wenn man so einen wunderschönen, großen und lieben Wiener Hofhund wie Eos neben sich liegen haben kann? Schon seit längerer Zeit spiele ich mit dem Gedanken, mir ebenfalls einen Hund zu holen. Da ist es für mich als Vielreisende schön zu wissen, dass es auch hundefreundliche Hotels gibt, wie das Hotel Donauwalzer, denn hier sind Hunde herzlich willkommen! Das Zimmer ließ nicht lange auf sich warten und kurze Zeit nach dem Check-in hielt ich auch schon meinen Schlüssel in den Händen. Besonders schön finde ich, dass die Gäste einen klassischen, eleganten Schlüssel und keine austauschbare Karte erhalten. Mein zur Verfügung gestelltes Zimmer befindet sich in der fünften Etage, wo auch alle sogenannten WIENER ORIGINALE Zimmer zu finden sind. Die WIENER ORIGINALE sind insgesamt 13 Zimmer, von denen jedes einem typischen Wiener Traditionsunternehmen gewidmet ist und auch mit dem jeweiligen Unternehmen gemeinsam gestaltet worden ist. Somit ist jedes Zimmer einzigartig und spiegelt jeweils den besonderen Charakter eines Wiener Originals wieder. Es gibt beispielsweise die Schneekugel Manufaktur, die Ottakringer Brauerei, die Hutmanufaktur Mühlbauer, die ich unter anderem später sogar besuchen durfte und noch viele weitere Unikate. Ich durfte das lichtdurchflutete und großzügige Zimmer Café Landtmann beziehen, das dem traditionellen Wiener Café gewidmet ist. Mit Blick über die Dächer von Wien war es perfekt für mich zum Arbeiten und Entspannen. Das Zimmer ist liebevoll und mit dem richtigen Blick für die kleinen Details eingerichtet, die den Charme des eleganten und gleichzeitig gemütlichen Cafés ausmachen. Nachdem ich ein bisschen ausgepackt hatte, ging es für mich erst mal auf Erkundungstour durch das Hotel. Auf jeder Etage, die alle mit einer alten, eleganten Wendeltreppe verbunden sind, befinden sich Musikinstrumente, Notenblätter oder Grammophone.

Romantik im Hotel Donauwalzer

Der Wiener Walzer ist sprichwörtlich überall zu spüren. Nicht nur im Hotel. Was der Tango in Buenos Aires ist, ist der Walzer in Wien: Die ganze Stadt scheint beflügelt zu sein von Musik und Bewegung. Sei es in der Architektur oder an einer Rezeption. Die Musik ist in Wien allgegenwärtig. Und das ist auch gut so. Ein wenig später ging es für mich zu Fuß in die Altstadt von Wien, um einen ersten Eindruck zu bekommen. Und Eindruck trifft es richtig, denn was ich da zu sehen bekam, war wirklich mehr als nur beeindruckend. Sei es der Volksgarten, die österreichische Nationalbibliothek, das Wiener Rathaus, der gotische Stephansdom oder das Burgtheater: Selten habe ich so viele Sehenswürdigkeiten auf einmal und so nah beieinander gesehen!  Ich wusste gar nicht, wohin ich als erstes gehen sollte, weil ich so überwältigt war. Daher ging es die nächsten Tage auf intensive Entdeckungstour: Von der Altstadt bis zum Donaukanal, zum Prater und an die Wiener Unis. Jeden Morgen stärkte ich mich am entspannten Frühstück mit frischen Smoothies, Waffeln und leckeren Desserts in Gläsern, bevor es für mich weiter auf die Spuren von Sissi und dem faszinierenden österreichischen Kaisertum ging.

DIE WIENER ORIGINALE

Ein besonders schönes Erlebnis war der Besuch der WIENER ORIGINALE. Mit dem Fiaker von Sissy Ringl machten wir uns auf in Richtung Altstadt zur ersten Station „Zum schwarzen Kamel“. Bereits seit 1618 ist das Traditionshaus im Jugendstil die feine Adresse für Feinschmecker, Künstler und Genießer. Hinter dem witzigen Retro Logo mit dem schwarzen Kamel ist eine repräsentative Marke entstanden, die allerlei Delikatessen anbietet. Nach unserem Stopp ging es dann weiter zur Hutmanufaktur „Mühlbauer“. Passender hätte für mich ein Besuch nicht sein können, immerhin bin und lebe ich Petit Chapeau. Für mich als absolute Hutliebhaberin (ich habe mal gezählt, aktuell besitze ich 15 Hüte) war es ein richtiges Highlight, einen Einblick hinter die Produktion von handgefertigten, einzigartigen Hüten zu bekommen. Die vielen unterschiedlichen, hochwertigen Materialien, der spannende Entstehungsprozess von puristischer Form bis zum fertigen Hut und die traditionsreiche Geschichte hinter Mühlbauer machen diese Wiener Manufaktur einzigartig. Mittlerweile zählt Mühlbauer Größen wie Yoko Ono und Brad Pitt zu treuen Kunden. Der internationale Markt ist schon längst erobert und die Nachfrage nach den besonderen, liebevoll verarbeiteten Hüten steigt rasant.

 „Ein Mensch, der keine Schokolade isst, verpasst das Leben.“
Frederic Morton

Der nächste Stopp bei Altmann & Kühne versüßte mir sprichwörtlich den Tag! Denn da durfte ich von den traditionellen feinen Mini Pralinés – auch Liliputkonfekt genannt- probieren. Die Rezeptur ist frei von künstlichen Zusatzstoffen aber mit umso mehr Geschmack und das seit bereits seit über 100 Jahren. Mittlerweile unter Denkmalschutz ist die Confiserie im Originalzustand erhalten und zieht jährlich Schokoladenliebhaber aus aller Welt an. Besonders die liebevoll gestalteten Verpackungen wie z.B. kleine Kommoden, Hutschachteln oder Schatullen sind längst unverwechselbares Markenzeichen. Die Wiener nennen sie gerne liebevoll “Naschkasterln”.
Was ich am Konzept der WIENER ORIGINALE besonders schätze ist, der Wunsch traditionelle Unternehmen weiterhin in der Gegenwart zu stärken, weil sie eng mit der Kultur und Identität der Stadt verbunden sind. Denn gerade Unternehmen mit Geschichte und Herz machen ein Stadtbild erst so richtig schön, einzigartig, interessant und heben sie eindeutig ab vom Einheitsbrei der heutigen Einzelhandelsketten ab. Solche Unternehmen prägen ein ganzes Lebensgefühl. Und die WIENER ORIGINALE beweisen, dass es tatsächlich geht. Dass die Menschen an traditionellen Unternehmen mit langer und spannender Geschichte wirklich interessiert sind und gerne wieder kommen.

Confiserie Altmann & Kühne

Am nächsten Tag besuchte ich das Schmetterlingshaus und kam aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Noch nie zuvor habe ich so viele unterschiedliche große und wunderschöne Schmetterlinge gesehen. Es war wirklich bezaubernd! Das Schmetterlingshaus ist alleine für die Erfahrung, so viele farbenfrohe Schmetterlinge auf einmal zu sehen, definitiv einen Besuch wert.
Abends machte ich mich auf den Weg zum berühmten Wiener Naschmarkt, um mich vor meinem bevorstehenden Shooting mit der wunderbaren Sophie von Sophie’s Travelblog, ein wenig zu stärken und natürlich auch ordentlich zu naschen. Danach trafen wir uns bei einem grandiosen Sonnenuntergang am Albertina Museum, wo wir trotz der Sommerhitze in kürzester Zeit unglaublich viele schöne Fotos gemacht haben.

Zum Abschluss meiner Reise schaute ich mir das sagenhafte Schloss Schönbrunn an. Bei Kaffee und Sachertorte konnte ich den wunderbaren Ausblick von der Gloriette über die herrliche Parkanlage genießen. Meine Reise nach Wien war auf jeden Fall ein voller Erfolg mit vielen kleinen und großen Glücksmomenten, die mir die Stadt nicht nur sympathisch gemacht haben, sondern auch große Lust auf ein Wiedersehen weckten. Aber nicht nur die Stadt, sondern auch meine Unterkunft hat dazu beigetragen. Das Boutique Hotel Donauwalzer übertönt mit Eleganz und Herzlichkeit den Lärm der Stadt. Viele der schönsten Sehenswürdigkeiten sind fußläufig vom Hotel bequem zu erreichen, direkt vor dem Eingang ist eine Bahn Haltestelle und die U-Bahn befindet sich gerade Mal ein paar Meter weiter. Ich liebe Unterkünfte, die authentisch sind und den Gästen das Lebensgefühl einer Stadt auf charmante Art und Weise näherbringen. Und hier fühlte ich das Herz von Wien, durch und durch!

Buntes Frühstücksbuffet im Hotel Donauwalzer
Im Schmetterlingshaus
Fiaker Wien
Burgtheater Wien
Zimmer “Café Landtmann” im Boutique Hotel Donauwalzer
Hutmanufaktur Mühlbauer
Schloss Schönbrunn
Picture by Sophie Sollmann

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